Dieses biomechanische Tattoo auf dem Arm interpretiert das Motiv der Spiegelscherben völlig neu. Anstatt einfacher Glassplitter zeigen sich hier messerscharfe Fragmente, die wie ein Aufbruch aus der Haut wirken. Unter der Oberfläche kommen jedoch keine Knochen oder Muskeln zum Vorschein, sondern ein komplexes System aus ineinandergreifenden Metallplatten, feinen hydraulischen Kolben und winzigen Zahnrädern, die in den Zwischenräumen der Scherben hervorblitzen. Der Kontrast zwischen den harten, glänzenden Kanten der Spiegelbruchstücke und den darunter liegenden, dunklen Maschinenteilen erzeugt eine enorme Tiefe. Die Haut wirkt an den Rändern der Scherben leicht aufgerissen, wobei die Tinte in sanften Schattierungen von Anthrazit bis zu tiefem Schwarz gearbeitet wurde. Glänzende Lichtreflexe innerhalb der Scherben wurden mit weißer Tinte gesetzt, um das metallische und spiegelnde Material des Glases zu imitieren. Die gesamte Komposition erstreckt sich dynamisch über den Arm und wirkt durch die scharfen Winkel der Scherben sehr kraftvoll und präzise. Jedes einzelne Element ist detailliert schattiert, sodass eine plastische Wirkung entsteht, die das Auge fast dazu verleitet, die Tiefe des Designs hinter der Hautoberfläche abzutasten. Es ist ein sehr technisches und zugleich raues Tattoo, das durch die Kombination von organischen Rissen und metallischer Ordnung besticht.